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20. Januar 2010
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Tipps und Tricks -
Sicherheit
In diesem Artikel beschreibe ich die Installation und Einstellung der Version 5 des Virenschutzprogramms Avast.
Die Anleitung steht im Download-Bereich auch als PDF-Datei zur Verfügung:
| Installation undEinstellung von Avast 5 v.1.2 | |
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Da PDF-Dateien bei Verwendung des Internet Explorer direkt im Broser angezeigt werden, solltet ihr zum Offline-Gebrauch den Download-Button mit der rechten Maustaste anklicken und Ziel speichern unter aus dem Kontext-Menü wählen.
Bei Problemen meldet euch bitte im deutschen Avast-Forum.
Die Teile Script-Blocking und Virtualisierung behandeln die erweiterten Funktionen der Professional Edition.
Da viele User wohl noch die Vorgängerversion 4 installiert haben, gehe ich zu Beginn auf die saubere Deinstallation der Vorgängerversion ein.
Deinstallation
Deinstallation der Vorgängerversion
Lade Dir von hier das Avast-Uninstall-Tool herunter und speichere es auf Deinem PC:
http://files.avast.com/files/eng/aswclear5.exe
Beachte: Vor der Anwendung des Tools mußt Du das Avast Selbstschutz Modul deaktivieren, sonst kommt es zu einer Fehlermeldung!


Rechtsklick auf das Avast-Trayicon ----> Programm Einstellungen ----> Fehlerbehandlung ----> Deaktiviert das avast! Selbstschutzmodul (Häkchen in das Feld)

Jetzt verdunkelt sich der Bildschirm und es erscheint ein Dialogfenster mit einer Sicherheitsabfrage, die mit Ja bestätigt werden muß (so wird verhindert, das Malware das Selbstschutzmodul deaktivieren kann). Jetzt ist das Selbstschutz Modul deaktiviert.

Mache einen Doppelklick auf die heruntergeladene Datei aswclear.exe

Im jetzt erscheinenden Dialogfenster mußt Du noch das Installationsverzeichnis von Avast angeben.
Nach dem Klick auf Uninstall und der Bestätigung einer weiteren Sicherheitsabfrage wird Avast deinstalliert.

Nach kurzer Zeit erscheint im Anwendungsfenster die Vollzugsmeldung.

Schließe jetzt das Fenster durch einen Klick auf das weisse Kreuz rechts oben im Fenster.
Es erscheint ein Dialogfenster, das das System zur Vollendung der Deinstallation neu gestartet werden muß.

Nach dem Neustart kann Avast 5 installiert werden.
Anders als bei der Deinstallation über die Systemsteuerung entfernt das Uninstall-Tool alle Dateien der vorher installierten Version und entfernt auch sämtliche Verweise darauf aus der Registry.
Dabei wird nur nach Verknüpfungen auf Avast geprüft, man braucht also keine Angst zu haben, das versehentlich noch andere Dateien und Verknüpfungen als Avast entfernt werden.
Installation/Registrierung
Installation
Lade Dir von hier die Installationsdatei herunter und speichere sie auf Deinem PC:
Download Avast 5 Free Edition
Starte den Setup-Assistenten durch Doppelklick auf die Installer-Datei.
Unter Windows Vista und Windows 7 muß bei aktivierter UAC (User Access Control) eine Sicherheitsabfrage bestätigt werden.

Mit einem Klick auf Ja startet der Installationsassistent.

Da die Installationsdatei mehrsprachig ist, kannst Du im ersten Dialogfenster die zu verwendenede Sprache festlegen.

Um nur die Schutzmodule zu installieren, die Du wirklich brauchst sowie die Installation des Browsers Chrome von Google zu verhindern, emfehle ich, die Benutzerdefinierte Installation zu wählen.
Jetzt hast Du noch die Möglichkeit, anonyme, sicherheitsrelevante Informationen an Avast zu senden.

Im nächsten Dialogfenster kannst Du, falls gewünscht, ein anderes Installationsverzeichnis als das Standardverzeichnis wählen.

Da heutzutage eigentlich jeder namhafte Mailprovider Mails serverseitig auf Malware überprüft, ist der Mailschutz meiner Meinung nach optional.
Wer keine Instant Messenger bzw. Filesharing-Programme einsetzt, braucht diese Module meiner Meinung nach nicht zu installieren, obwohl es zu keinen wirklichen Performanceverlusten kommt, wenn Module installiert sind, die nicht unbedingt gebraucht werden.
Da der Verhaltensschutz zum gegenwärtigen Zeitpunkt wohl noch nicht vollständig integriert ist, ist die Installation meiner Meinung nach gegenwärtig überflüssig.
Einige Module treten nur dann in Aktion, wenn sie gebraucht werden.
Wie bei allem sollte hier das Sicherheitsbedürfnis des User den Ausschlag geben.

Im nächsten Dialogfenster hast Du die Möglichkeit, die Installation der Google Toolbar abzuwählen. Wer die installieren will kann das natürlich tun.

Nach einem weiteren Klick auf Weiter wird Dir eine Zusammenfassung der Installation angezeigt. Ein weiterer Klick auf Weiter startet die Installation.


Avast 5 ist nach der Installation sofort einsatzbereit und führt als erstes ein Update seiner Virensignaturen durch (falls eine Internetverbindung besteht).
Da verschiene User das Problem hatten, auf manche Einstellungsdialoge nicht zugreifen zu können, empfiehlt es sich, den Rechner nach der Installation neu zu starten (der Installationsassistent fordert dazu nicht mehr auf).
Registrierung
Nach der Installation muß Avast 5 noch registriert werden. Dafür hat man 30 Tage nach der Installation Zeit. Nach Ablauf dieser Frist werden keine Updates mehr heruntergeladen.
Die Lizenz der kostenlosen Registrierung berechtigt für 1 Jahr lang zum Bezug der Signaturupdates sowie der Programmoberfläche.

Gegenüber der Vorgängerversion 4.8.x ist die Registrierung vereinfacht worden:
Klicke zur Registrierung in der Oberfläche auf den Punkt Verwaltung und wähle die Option Registrierung.

Nach einem Klick auf Registrieren wird ein Formular aufgerufen, in dem Du Deinen Namen und Deine Mailadresse angeben mußt, die übrigen Formularfelder müssen nicht unbedingt ausgefüllt werden.

Nach Klick auf den Button Sich für die kostenlose Lizenz registrieren wird nach kurzer Zeit ein kleines Fenster angezeigt, das die Registrierung erfolgreich war.

Das Programm ist jetzt für 1 Jahr lizensiert.
Ein Schlüssel per Mail wird nicht mehr versandt.
Sollte diese Methode aus irgend welchen Gründen auch immer fehlschlagen (z.B. Serverprobleme), kann man alternativ auch versuchen, Avast über eine sogen. Offline-Registrierung zu registrieren:

Dazu fehlt man im unteren Teil des Dialogfensters Registrierung den Punkt Offline-Registrierung.
Dazu klicke in dem im Screenshot gekennzeichneten Bereich auf den Button Registrierungsformular.
Jetzt wird Dein Browser aufgerufen und ein Formular angezeigt, das Du ausfüllen und abschicken mußt.
Du bekommst dann eine Mail mit einem Lizenzschlüssel zugesandt, mit dem Du durch einen Klick auf Lizenzschlüssel einfügen zur Registrierung nutzen kannst.
Der Lizenzschlüssel von Avast 4.8.x Home Edition kann auch bei Avast 5 Free Edition genutzt werden. Das erfolgt ebenfalls über die sogen. Offline-Registrierung, über Lizenzschlüssel einfügen kann Avast 5 mit dem Schlüssel registriert werden.
Die Oberfläche ist, wenn man die Installation so durchführt, wie ich es beschrieben haben, auf deutsch.
Wer zusätzliche Sprachen benötigt, kann diese, sofern sie nicht schon bei der Installation mit installiert wurden, nach installieren und die Sprache der Oberfläche einstellen.

Klicke dazu auf den Punkt Settings rechts oben inder Avast-Oberfläche. Dort wählt ihr den Punkt Language.

Durch Klick auf Install additional languages gelangt ihr zu einem Fenster, in dem ihr die deutsche Sprachdatei auswählen könnt.

Nach der Installation der deutschen Sprachdatei könnt ihr die Oberfläche auf die deutsche Sprache umstellen.
Die Oberfläche sowie die Einstellungsdialoge sind jetzt auf deutsch.
Wenn ihr Fragen/Probleme habt, findet ihr im deutschsprachigen Supportforum immer einen kompetenten Ansprechpartner.
Programmeinstellungen
Die Standardeinstellungen von Avast bieten schon einen guten Schutz.
Wie die Einstellungen im Einzelfall einzustellen sind, ist abhängig vom Sicherheitsbedürfnis des einzelnen Users.
Ich werde hier nur eine grobe Richtschnur vorgeben, die als Anhaltspunkt für die eigenen Einstellungen dienen sollen.
Allgemeine Einstellungen
Hier wird das Avast-Trayicon konfiguriert.

Die Anzeige des Trayicons ist eine gute Kontrollmöglichkeit während der normalen Arbeit am PC.
Ebenso kann sie der Kontrolle dienen, ob der residente Schutz von Avast überhaupt läuft; Störungen würden hier angezeigt.
Beachte: Unter Windows 7 ist die Taskleiste standardmäßig so eingestellt, das das Trayicon nur bei Benachrichtigungen angezeigt wird.
Die richtige Einstellung für die oben genannte Avast-Konfiguration muß manuell unter ausgeblendete Symbole einblenden und Anpassen auf Symbol und Benachrichtigungen anzeigen geändert werden.
Updates
Hier wird eingestellt, wie sich Avast bei Updates verhalten soll.

Da die Virensignaturen das Wichtigste an einem signaturbasierten Virenscanner sind, sollte hier die Automatische Aktualisierung aktiviert werden.
In der Standardeinstellung sucht Avast alle 4 Stunden nach neuen Signaturupdates.
Diese Einstellung kann gefahrlos belassen werden.
Da Programmupdates einen Neustart nach sich ziehen, sollte hier nur eine Benachrichtigung eingestellt werden, um während der Arbeit nicht von einem unvorhergesehenen Neustart überrascht zu werden.
Das genaue Verhalten kann unter Details eingestellt werden.

Virus Container
Hier kann die Größe des Quarantäne-Ordners von Avast genauer eingestellt werden.

Dieser Ordner ist ein besonderer Ordner von Avast, in den gefundene Malware verschoben werden kann.
Dort ist sie vom übrigen System isoliert und kann keinen Schaden mehr anrichten.
Die Standardeinstellungen sind meiner Meinung nach sehr praxisnah und können so belassen werden.
Viruswarnungen

Dieser Punkt kann insbesondere dann nützlich sein, wenn man z.B. von seinem Heim-PC auf ein Firmennetzwerk zugreifen kann.
Mit den hier konfigurierten Angaben verschickt Avast automatisch eine Benachrichtigung, wenn Malware gefunden wurde.
Ausnahmen
Hier können Dateien eingetragen werden, die von der Prüfung ausgenommen werden sollen.

Anders als in der Hilfedatei angegeben, gelten die hier eingetragenen Ausnahmen nur für die manuellen Prüfungen, die Ausnahmen müssen weiterhin, wie schon in der Vorgängerversion 4.8.x ebenfalls bei den Einstellungen des Echtzeitschutzes als Ausnahme eingetragen werden.
Passiert das nicht, wird die Datei weiterhin durch den Echtzeitschutz überprüft!
Bei Fehlalarmen können hier als Workaround die entsprechenden Dateien eingetragen werden bis ein Update erschienen ist.
Hilfestellung könnt ihr im deutschsprachigen Hilfeforum erhalten.
Kennwort
Um die Einstellungen von Avast besser schützen zu können, kann hier ein Passwort angegeben werden.

Neben dem Passwort können die geschützten Bereiche eingestellt werden.
Beachte: Damit die automatische Aktualisierung fehlerfrei ausgeführt werden kann, sollten die Aktualisierungen vom Kennwortschutz ausgenommen werden.
Andernfalls müßte vor jeder Aktualisierung das Passwort eingegeben werden.
Still/Spielmodus
Hier können die Avast-Benachrichtigungen deaktiviert werden, Avast arbeitet dann ohne irgendwelche Benachrichtigungen.

Um über die Vorgänge auf seinem System informiert zu sein, sollte diese Einstellung meiner Meinung nicht angewendet werden.
Avast ist jedoch standardmäßig so eingestellt, das die Benachrichtigungen ausgeblendet werden, wenn eine Anwendung im Vollbild-Modus ausgeführt wird (Spiele, Videos).
Statusleiste
Als Statusleiste , der obere, farbig unterlegte Teil der Übersichtsseite, wird die Übersichtsseite in der Oberfläche von Avast bezeichnet, die erscheint, wenn man die Oberfläche aufruft.
Die Statusleiste informiert über:
- Laufen alle Schutzmodule?
- Datum und Version der Signaturen sowie installierte Programmversion

In der Standardeinstellung ist die erweiterte Anzeige deaktiviert, so das die Statusleiste nur anzeigt, ob alle Module des Echtzeitschutzes laufen.
Um die erweiterte Anzeige dauerhaft einzustellen, was ich persönlich bevorzuge, klicke auf den Link Details anzeigen.

Um deutlich zu machen, wie es um den Schutzzustand bestellt ist, kann die Statusleiste folgende drei Farbzustände annehmen:
- Grün: Schutzzustand ist in Ordnung
- Gelb: Ein oder mehrere Schutzmodule sind deaktivert, auch eine Deaktivierung des Avast-Selbstschutz-Moduls würde eine Gelbfärbung verursachen
- Rot: Der Echtzeitschutz läuft gar nicht

Um eine möglichst gute Kontrollmöglichkeit zu haben, sollten die Standardeinstellungen hier belassen werden.
Sprache
Hier kann die Sprache der Oberfläche und der Einstellungsdialoge eingestellt werden.
Klicke dazu auf den Link Language.

Klänge
Möchte man zusätzlich zu den "normalen" Benachrichtigungen auch akustische Meldungen haben, kann das hier eingestellt werden.

Beachte: Wurde Avast über eine heruntergeladene Sprachdatei lokalisiert, sind die akustischen Meldungen weiterhin auf englisch.
Verwaltung
Avast legt während des Betriebes laufend Protokolldateien an.
Um diese nicht manuell löschen zu müssen, kann hier eine automatische Bereinigung eingestellt werden, wann alte Protokolle gelöscht werden sollen.

Gemeinschaft
Hier erlaubt man Avast, anonyme sicherheitsrelevante Informationen (z.B. gefundene Malware) an den Hersteller zu versenden.

Die gewonnen Informationen können so bei künftigen Updates berücksichtigt werden.
Diese Einstellung kann man auch schon während der Installation vornehmen.
Fehlerbehandlung
Hier können die Standardeinstellungen belassen werden.

Treten im Betrieb Probleme auf, können hier erweiterte Einstellungen vorgenommen werden.
Hilfestellung dafür bekommt ihr im deutschsprachigen Hilfeforum.
Prüfaufträge
Unter diesem Menüpunkt verbirgt sich der sogen. On-Demand-Scanner von Avast. Hier lassen sich gezielt einzelne Prüfaufträge ausführen und sogar über eine integrierte Planer-Funktion automatisiert durchführen.

Avast hat standardmäßig bereits einige Prüfaufträge fest eingebaut, deren Einstellungen sich nicht anpassen lassen, es lässt sich dort lediglich einstellen, ob auf sogen. Potentiell Unerwünschte Programme geprüft werden soll, ob eine Berichtsdatei erstellt wird und welche Priorität der Prozess auf dem Rechner erhalten soll:
Die schnelle Überprüfung
Bei dieser Überprüfung prüft avast! nur das Systemlaufwerk, also das Laufwerk, in dem Windows installiert ist. Zusätzlich werden die Autostart-Programme überprüft sowie eine schnelle (oberflächliche) Überprüfung auf Rootkits.
Die Einstellungen dieses Prüfauftrages können mit Ausnahme der oben genannten Einstellungen nicht weiter angepasst werden.
Die Vollständige Überprüfung
Bei dieser Überprüfung erfolgt eine gründliche Überprüfung aller eingebauten Laufwerke. Zusätzlich überprüft avast! die Autostart-Programme und die im Speicher geladenen Programme. Eine schnelle Überprüfung auf Rootkits findet ebenfalls statt.
Die Einstellungen dieses Prüfauftrages können mit Ausnahme der oben genannten Einstellungen nicht weiter angepasst werden.
Die Wechseldatenträger Überprüfung
Bei dieser Überprüfung werden eventuell an den PC angeschlossene Wechseldatenträger wie USB-Sticks und USB-Festplatten, Speicherkarten sowie CDs und DVDs überprüft.
Die Einstellungen dieses Prüfauftrages können mit Ausnahme der oben genannten Einstellungen nicht weiter angepasst werden.
Gezielte Überprüfung eines bestimmten Ordners
Mit diesem Prüfauftrag kann ganz gezielt ein bestimmter Ordner überprüft werden. Dies ist z.B. dann nützlich, wenn Downloads immer in einem bestimmten Ordner gespeichert werden.
Im Gegensatz zu den vorherigen Prüfaufträgen kann hier etwas genauer eingestellt werden, wie avast! vorgehen soll.

Wie gründlich avast! bei diesem Prüfauftrag vorgeht, lässt sich in Ansätzen unter Überprüfung einstellen. Die Standard-Einstellung, wie sie der Screenshot zeigt, sollte hier belassen werden.

Unter Wirkungsgrad lässt sich einstellen, wie gründlich das Heuristik-Modul zu Werke geht. Die Standard-Einstellung, wie sie der Screenshot zeigt, stellt einen guten Kompromiss zwischen Scan-Geschwindigkeit und Prüftiefe dar.

Welche Packer avast! bei der Überprüfung berücksichtigen soll, kann unter Packer genauer eingestellt werden.
Hier sollte man unbedingt die gebräuchlichsten Packer 7Zip, Installationsarchiv, RAR und Zip aktivieren, empfehlenswert ist eine Erweiterung auf die im System vorkommenden Archivformate. Diese Empfehlung weicht von der Standard-Einstellung ab, die im Screenshot markiert sind.

Wie avast! im Falle eines Fundes vorgehen soll, lässt sich unter Aktionen genauer einstellen, jeweils getrennt für Virus (synonym für Malware aller Art), Potentiell Unerwünschte Programme (PUP) und als Verdächtig eingestufte Dateien.
Um die Aktions-Kaskade genauer einstellen zu können, muß die im Screenshot rot markierte Option aktiviert werden. Besonders, wenn man diesen Prüfauftrag automatisieren will, sollte man diesen Punkt besonders beachten, denn standardmäßig ist hier Ignorieren voreingestellt.
Mit In Container verschieben ist man auch bei Funden auf der sicheren Seite, bei Bedarf lassen sich False Positive nachher aus dem Container wiederherstellen.
Die Ausführungsgeschwindigkeit des Prüfautrages lässt sich unter Leistung genauer einstellen.

Die Standard-Einstellungen, wie sie der Screenshot zeigt, sind hier vollkommen ausreichend gewählt. Zwar ließe sich durch Erhöhung der Priorität und Aktivierung der zweiten Option unter Beständige Zwischenspeicherung noch beschleunigen. Die Erhöhung der Priorität geht aber zu Lasten der Gesamtperformance des Systems während der Überprüfung, so das ein Weiterarbeiten während der Ausführung eventuell nicht mehr möglich ist.
Die Aktvierung der zweiten Option unter Beständige Zwischenspeicherung kommt nur bei einem nachfolgenden, zweiten Scan zum Tragen (so lang das System nicht neu gestartet wurde).
Spezielle Prüfungen
Hat man unter den Allgemeinen Programmeinstellungen im Register Einfach die Option Spezielle Prüfungen in der avast! Benutzerschnittstelle anzeigen aktiviert, lässt sich hier die Überprüfung in Arbeitspausen konfigurieren sowie eine Überprüfung bestimmter Dateien über das Kontextmenü des Explorers.
Einstellung der automatischen Überprüfung in Arbeitspausen
In Arbeitspausen herrscht Stillstand auf dem Rechner, diese Zeit lässt sich sinnvoll nutzen und eine Überprüfung des Systems auf Malware durchführen. Mit der Avast-Bildschirmschoner-Prüfung ist das sehr einfach umsetzbar. Diese Prüfung ist sehr ressourcenschonend, da sie nur in den Arbeitspausen aktiv wird. Sobald wieder etwas am Rechner passiert (z.B. das noch laufende Mailprogramm empfängt gerade eine neue Mail) wird die Prüfung gestoppt.
Um diesen Prüfauftrag näher über die Oberfläche einstellen zu können, muss Avast in den globalen Programmeinstellungen so eingestellt werden, das solche speziellen Prüfungen in der Oberfläche überhaupt angezeigt werden.

Das erreichen wir über die "normalen" Einstellungen:
Klicke auf Einstellungen rechts oben in der Avast-Oberfläche und wähle die Option Einfach in dem sich jetzt öffnenden Einstellungsfenster.
Im unteren Teil des Fensters muß ein Haken bei Spezielle Prüfungen in der avast! Benutzerschnittstelle anzeigen gesetzt werden.
Jetzt kann der Prüfauftrag über die Oberfläche im Bereich Computer Überprüfen genau eingestellt werden.

Unter Prüfung über Bildschirmschoner unter den Prüfaufträgen und dem Klick auf Mehr Details werden nach einem Klick auf Einstellungen die Detaileinstellungen sichtbar.

Unter Überprüfung lässt sich einstellen, was genau überprüft werden soll. Die Standardeinstellung ist hier, das alle Laufwerke untersucht werden.
Unter Bildschirmschoner kann der verwendete Bildschirmschoner eingestellt werden.

Unter Wirkungsgrad wird eingestellt, in welcher Art und Weise Avast arbeiten soll.
Die Standardeinstellungen können hier belassen werden.

Damit Avast auch Archive bei der Prüfung berücksichtigt, sollten unter Packer die gebräuchlichsten Packer eingestellt werden.
Diese Einstellung weicht von der Standardeinstellung ab.

Unter Aktionen wird eingestellt, wie Avast bei einem Fund verfahren soll.
Will man, das Avast bei einem Fund automatisch eine bestimmte Aktion durchführt, sollte hier aus Sicherheitsgründen als Aktion das Verschieben in den Container eingestellt werden.
So kann bei einem Fehlalarm die Datei problemlos wieder hergestellt werden.

Die Einstellungen unter Leistung beeinflussen direkt die Geschwindigkeit der Prüfung.
Die Standardeinstellung kann hier bhelassen werden.
Damit Avast eine Log-Datei erstellt über die Prüfung, muß dies unter Berichte aktiviert werden.
Das ist insbesondere sinnvoll, wenn Avast automatisch bestimmte Aktionen durchführen soll, während man nicht am Rechner sitzt.
Sollen Dateien von der Prüfung ausgenommen werden, lassen sich die Dateien unter Ausnahmen als Ausnahme eintragen.
Überprüfung über das Kontextmenü
Mit Hilfe dieses Prüfauftrages lassen sich ganz gezielt bestimmte Dateien über das Windows-Kontextmenü im Explorer prüfen.

Benutzerdefinierte Überprüfung
Wem die Standardeinstellungen der Prüfbereiche der fest eingestellten Prüfaufträge nicht ausreichend genug sind, kann einen Benutzerdefinierten Prüfauftrag anlegen. Dieser kann ganz nach den eigenen Bedürfnissen angelegt werden.
Sämtliche Prüfaufträge lassen sich auch automatisiert per Zeitplansteuerung ausführen.
Echtzeitschutz
Die hier gemachten Angaben stellen keine optimale Konfiguration dar, die muß jeder User für sich nach seinen Bedürfnissen einstellen.
Ich gebe hier lediglich einen Anhaltspunkt.
Die Standardeinstellungen von Avast sind meiner Meinung nach sinnvoll gewählt und bieten einen guten Schutz.

Um die einzelnen Schutzmodule einzustellen, klicke in der Avast-Oberfläche auf den Punkt Echtzeitschutz.
Nach einem Klick auf den Punkt erweiterte Einstellungen lassen sich die einzelnen Schutzmodule detailiert einstellen.
Einstellung des Dateisystemschutzes
Der Dateisystemschutz von Avast 5 entspricht dem sogen. Standard- oder Basisschutz aus der Version 4.x
Dieses Schutzmodul überwacht das gesamte Dateisystem wenn auf die Dateien zugegriffen wird.
Die Einstellungen werden dabei unterschieden in Ausführen

Öffnen

und Schreiben (d.h. wenn eine Datei auf die Festplatte gespeichert wird).

Neu hinzugekommen in dieser Version ist die Überwachung von Wechseldatenträgern.

Da insbesondere die Erfahrungen mit dem Schädling Conficker gezeigt haben, wie anfällig Wechseldatenträger als Infektionsquelle sind, sollte diese Option unbedingt aktiviert werden.
Wer kein Diskettenlaufwerk mehr hat, kann die zweite Option deaktivieren. Sollte der PC ein Diskettenlaufwerk besitzen, würde ich die Option, wie im Screenshot gezeigt, aktiviert lassen.

Will man bestimmte Dateien von der Überprüfung ausnehmen, können diese unter Ausnahmen eingetragen werden.
Dies gilt dann jedoch nur für den Hintergrundschutz.

Unter Weitere lässt sich einstellen, das digital signierte Windows dll-Dateien nicht überprüft werden sollen.
Da man theoretisch diese Signatur auch fälschen kann, würde ich persönlich diese Option deaktivieren; das muß aber jeder für sich entscheiden.
Die letzten beiden Optionen beschleunigen die Überprüfung, da nicht jede Datei bei jedem Zugriff geprüft wird.
Unter Aktionen lässt sich einstellen, wie Avast mit Funden umgehen soll, jeweils unterteilt in erkannter Malware

sogen. potentiell unerwünschter Software

sowie bei verdächtigen Dateien.

Hier kann man theoretisch Avast auch anweisen, Dateien sofort zu löschen.
Insbesondere wenn die sogen. Heuristik bspw. der Verhaltenschutz eine Datei als verdächtig einstuft, ist ein sofortiges Löschen jedoch sehr problematisch, so das hier die Standardeinstellungen belassen werden sollten.
Das Verschieben fraglicher Dateien in den Container ist in jedem Fall der sicherere Weg, da einerseits die Datei dort vom übrigen System isoliert ist und keinen Schaden mehr anrichten kann und andererseits problemlos bei Problemen wieder hergestellt werden kann.

Unter Packer wird eingestellt, welche Archive Avast überprüfen soll.
Hier würde ich persönlich nur die gebräuchlichsten Archive wie Zip, RAR, GZip und CAB sowie CHM eintragen.
Wem das zu unsicher ist, der sollte hier alle Packer eintragen; das sollte keinen Einfluß auf die Performance haben, da die Archive nur beim Zugriff geprüft werden.
Aufgrund der Größe von Imagedateien (Iso) würde ich diese jedoch von der permanenten Überprüfung ausnehmen, da sonst eine Überprüfung recht lange dauern kann und sie stattdessen manuell über das Kontextmenü scannen lassen, bevor ich das Image brenne oder weitergebe.

Die Einstellungen unter Wirkungsgrad haben Einfluß auf die Performance und die Scantiefe.
Die Standardeinstellungen von Avast hier stellen einen guten Kompromiss dar zwischen Schutzwirkung und Performance und können daher belassen werden.

Die von Avast erstellte Log-Datei wird unter Bericht näher eingestellt.
Auch hier können die Standardeinstellungen belassen werden.
Einstellung des Mailschutzes

Unter den Haupteinstellungen wird eingestellt, was der Mailschutz von Avast überhaupt prüfen soll.
Wer sich nicht am sogen. Usenet beteiligt, kann hier die letzte Option deaktivieren.

Unter Verhalten wird eingestellt, wie Avast sich bei Funden verhalten soll.
Ich persönlich bevorzuge die Kennzeichnung des Betreffs infizierter Mails, da sich so die entsprechenden Mails per Regel automatisch löschen lassen.

Unter Heuristik kann man Avast anweisen, mit Hilfe der Heuristik auch nach unbekannter Malware zu suchen.
Hier wird das Vorgehen von Avast genauer eingestellt.
Auf den Umgang mit SSL-verschlüsselten Verbindungen gehe ich später ein.
Die Optionen Aktionen, Packer, Wirkungsgrad und Bericht sind die selben wie ich sie unter dem Dateischutz Modul beschrieben habe, daher gelten hier die dort beschriebenen Erklärungen auch hier.
Einstellungen des Webschutzes
Das Webschutz Modul überprüft den gesamten Datenverkehr, der beim Surfen oder Herunterladen von Dateien entsteht (http-Verkehr).
Es ist ein Zusatzschutz, der auf einer früheren Ebene greift als der Dateisystemschutz und dieses Schutzmodul unterstützt.
Da auch beim Surfen Dateien temporär auf dem eigenen Rechner gespeichert werden, greift auf jeden Fall das Dateisystem Schutzmodul.
Das Webschutz Modul verarbeitet die entstehenden Dateien nur schon, bevor sie auf dem eigenen Rechner temporär abgelegt werden.
Sollte es Probleme im Betrieb mit Avast und dem eigenen System geben, kann das Webschutz Modul versuchsweise deaktiviert werden.
Hilfestellung bei Problemen erhält man im deutschsprachigen Hilfeforum.
Durch das Dateisystem Schutzmodul ist trotzdem ein ausreichender Schutz gewährleistet.

Unter Haupteinstellungen wird die Grundkonfiguration des Webschutz Moduls eingestellt.
Hier können die Standardeinstellungen belassen werden.

Was das Webschutz Modul überprüfen soll, kann unter Webüberprüfung genauer eingestellt werden.
Die Standardeinstellung, Alle Dateien überprüfen, kann hier belassen werden.

Unter Ausnahmen können bestimmte Dateitypen wie z.B. Bilder von der Überprüfung ausgenommen werden.
Zusätzlich lassen sich zu einer bestimmten Internetadresse gezielt bestimmte Dateien von der Überprüfung ausgeschlossen werden.
Achtung: Diese Option sollte nur von erfahrenen Anwendern eingesetzt werden.
Bevor hier Ausnahmen eingetragen werden, sollte man sich im deutschsprachigen Hilfeforum Hilfe holen.

Die Option Aktionen ist die wichtigste Einstellung des Webschutz Moduls, hier wird eingestellt, wie Avast bei Funden verfahren soll, unterschieden in Virus, Potentiell Unerwünschtes Programm und Verdächtig.
Die Standardeinstellungen in allen 3 Kategorien, das Avast den Zugriff auf die Dateien verweigern soll, sollte hier auf jeden Fall belassen werden.
Zwar können so bestimmte Webseiten im Browser dann nicht mehr angezeigt werden, da die entsprechenden Dateien mit dem als schädlich eingestuften Code nicht mehr auf dem eigenen Rechner temporär abgelegt werden können, aber das System ist durch diese Einstellung sicher vor Malware geschützt.
Die Optionen Packer, Wirkungsgrad und Bericht sind die selben wie ich sie unter dem Dateischutz Modul beschrieben habe, daher gelten hier die dort beschriebenen Erklärungen auch hier.
Einstellungen des Peer to Peer Schutzes (P2P-Schutz)
Das P2P Schutzmodul überwacht die Downloads von sogen. Filesharingprogrammen wie Kazaa, Limewire, Bittorrent etc.
Gerade bei der jüngeren Generation sind solche Programme sehr beliebt, so das diese Tatsache von Malwareprogrammierern gern zur Verbreitung ihrer Schadsoftware genutzt wird.
Es ist auf dem ersten Blick also durchaus folgerichtig, das sich Avast dieses Problems annimmt.
Ich halte dieses Modul dennoch für optional, da sich die Downloads dieser Programme problemlos auch per Rechtsklick über das Kontextmenü der Datei auf Malware prüfen lassen.

Welche Programme Avast dabei bei der Prüfung berücksichtigen soll, wird unter Programme eingestellt.
Ich persönlich halte es für ausreichend, wenn man nur die Programme überwachen lässt, die man auch tatsächlich einsetzt.
Die Standardeinstellung, das alle unterstützten Programme überwacht werden, kann jedoch problemlos beibehalten werden, ohne das Performanceeinbußen zu befürchten sind, da das Schutzmodul ohnehin erst anspringt, wenn es "etwas zu tun gibt".
Die Optionen Aktionen, Packer, Wirkungsgrad und Bericht sind die selben wie ich sie unter dem Dateischutz Modul beschrieben habe, daher gelten hier die dort beschriebenen Erklärungen auch hier.
Einstellungen der Überwachung von Messenger Programmen (IM-Schutz)
Dieses Schutzmodul überwacht den Datenverkehr sogen. Instant Messenger wie ICQ, Live Messenger etc.

Analog zum Schutzmodul zur Überwachung von Filesharing-Programmen lässt sich unter Programme einstellen, welche Messenger Avast überwachen soll.
Avast unterstützt dabei die verbreitetsten Anwendung wie ICQ, AIM (AOL Instant Messanger), Yahoo Messenger und MSN/Live Messenger sowie die beliebten Multimessenger wie Trillian, Pidgin und Miranda.
Die Optionen Aktionen, Packer, Wirkungsgrad und Bericht sind die selben wie ich sie unter dem Dateischutz Modul beschrieben habe, daher gelten hier die dort beschriebenen Erklärungen auch hier.
Auch diese Programme werden gern von Malwareprogrammieren zur Verbreitung ihrer Schadsoftware genutzt.
Ich persönlich halte dieses Modul für optional, da sich die entsprechenden Messenger selbst entsprechend restriktiv und damit sicher einstellen lassen, so das die Gefahr einer Infektion eher gering ist.
Einstellungen des Netzwerkschutzes
Bietet Schutz vor Netzwerk-basierter Malware.
Das Modul verfügt über zwei Hauptkomponenten:
- einen URL-Blocker um bösartige URLs zu blocken
- und ein abgespecktes Intrusion-Detection-System (ein Intrusion-Detection-System soll Einbruchsversuche entdecken, noch bevor die Firewall einen Angriff entdeckt)
Diese Modul lässt sich nicht feiner einstellen, es lässt sich nur global aktivieren oder deaktivieren.
Einstellungen des Verhaltensschutzes
Der Verhaltensschutz überwacht und analysiert das Verhalten der Bereiche Dateisystem, Registry und Netzwerk und schlägt Alarm, wenn eine verdächtige Aktion registriert wird.
Der Verhaltensschutz ist regelbasiert, die Avast mit den Updates bezieht.
Diese Modul lässt sich nicht feiner einstellen, es lässt sich nur global aktivieren oder deaktivieren.
Der Verhaltensschutz ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht vollständig integriert, so sind z.B. für x64-Systeme noch überhaupt keine Regeln hinterlegt.
Dieses Modul halte ich für optional, da oft auch legitime Dateien als verdächtig eingestuft werden, nur weil sie sich bei der Ausführung ähnlich wie Malware verhalten.
Das erhöht die Zahl der Fehlalarme.
Neue/Geänderte Funktionen
Bootzeit-Prüfung
Wie schon die Version 4.8.x hat auch Avast 5 wieder die sogen. Bootzeit-Prüfung integriert.
Dieser Prüfauftrag wird beim nächsten Neustart während des Hochfahrens der Windows-Oberfläche ausgeführt; dies hat den Vorteil, das so auch Malware entdeckt werden kann, die sich sonst gut tarnt, da diese Überprüfung zu einem sehr frühen Zeitpunkt während des Bootens des Rechners durchgeführt wird.
Achtung: Die Bootzeit-Prüfung unterstützt (derzeit noch) keine 64-Bit-Versionen von Windows.
Die Einstellungen für die Bootzeit-Prüfung sind jetzt in die übrigen, "normalen" Prüfaufträge gerutscht.

Rufe die Oberfläche von Avast auf und gehe zum Menü Computer Überprüfen. Ein Klick auf den Link Startzeit-Prüfung ruft den Einstellungsdialog auf: Da hier Avast standardmäßig so eingestellt ist, das nur das Systemlaufwerk geprüft wird (Laufwerk, auf dem Windows installiert ist), kann man durch einen Klick auf zusätzliche Bereiche auswählen die Prüfung auf alle Partitionen (Laufwerke) des Rechners ausdehnen.

Ein Klick auf Jetzt planen ruft ein neues Dialogfenster auf. Dort findet sich ein Button mit der Aufschrift Neustart, der nach einem Klick darauf einen Neustart sowie die Bootzeit-Prüfung durchführt.
Die Funktion, Avast bei einem Fund automatisch eine bestimmte Aktion durchführen zu lassen, ist weg gefallen.
Hauptgrund dafür ist die Gefahr, das wichtige Systemdateien fälschlicherweise als Malware eingestuft werden könnten und ein automatisches Verschieben in den Container dieser Dateien (oder gar ein automatisches Löschen) ein Hochfahren des Betriebssystems verhindern.
Die Bootzeit-Prüfung ist in erster Linie dazu gedacht, Malware zu bekämpfen, die sich während des "normalen" Windows-Betriebes oder im Abgesicherten Modus nicht entfernen lassen.
Abrufen und Versenden von Mails über eine verschlüsselte Verbindung
Neu in Avast 5 ist, das das Mailschutz-Modul jetzt auch mit verschlüsselten Verbindungen umgehen kann.
Wollte man mit Avast 4.8.x Mails über eine verschlüsselte Verbindung (Senden von Benutzername und Kennwort zur Anmeldung an den Mailserver wird verschlüsselt, so das potentielle Angreifer beim Mitschneiden der Verbindung nur Zeichensalat angezeigt bekommen) Senden und Abrufen, so mußte man entweder auf eine verschlüsselte Verbindung verzichten oder aber auf die Prüfung der Mails durch Avast verzichten.
Mit Veröffentlichung der Version 5 kann Avast jetzt auch mit verschlüsselten Verbindungen umgehen und gewährleistet so die Prüfung der Mails auf dem eigenen Rechner.
Funktionsweise
Ausgehende Nachrichten
Ausgehende E-Mails werden zunächst vom E-Mail-Programm (Outlook Express, Thunderbird u.ä.) unverschlüsselt an Avast übergeben und dort vom Mail-Schutz geprüft.
Ist die Mail "sauber" stellt Avast eine Verbindung zum Mailserver her.
Ist auf dieser Seite ein Verschlüsselungstyp bestimmt, wird durch avast! eine geschützte Verbindung zum Mail-Server hergestellt und die Nachricht verschlüsselt an den E-Mail-Server gesendet.
Ist keine Verschlüsselung ausgewählt, wird die Nachricht unverschlüsselt gesandt.
Falls für ein bestimmtes E-Mail-Konto auf dieser Seite nichts angegeben ist, überprüft Avast zunächst, ob eine Verschlüsselung vom E-Mail-Server unterstützt wird. In diesem Fall wird eine neue Regel automatisch erstellt und die Nachricht wird verschlüsselt gesendet.
Eingehende Nachrichten
Wenn eine verschlüsselte Verbindung zwischen dem Avast-Mail-Schutz und dem E-Mail-Server hergestellt wird, werden eingehende Nachrichten von Avast verschlüsselt empfangen, dann entschlüsselt und durch das Mail-Schutz-Modul überprüft.
Danach werden sie unverschlüsselt an das E-Mail-Programm übergeben.
Wenn die Verschlüsselung im E-Mail-Programm nicht ausgeschaltet ist, ist es Avast nicht möglich, den Inhalt von eingehenden und ausgehenden Nachrichten durch den Mail-Schutz zu überprüfen.
Das bedeutet, dass zwar die Verbindung zwischen E-Mail-Programm und E-Mail-Server gesichert ist, E-Mails aber nicht virengeprüft sind.
In diesem Fall wird eine Warnung angezeigt (standardmäßig), dass eine Nachricht über eine ungeprüfte SSL-Verbindung empfangen wurde.
Sollen Mails über eine verschlüsselte Verbindung durch den Avast-Mail-Schutz geprüft, muß im E-Mailprogramm die Verschlüsselung ausgeschaltet werden!
Wer als Mailclient Microsoft Outlook einsetzt, sollte im privaten Bereich vorerst auf den Einsatz verschlüsselter Verbindungen verzichten, da Avast hier noch Probleme hat. (siehe dazu diesen Thread im deutschen Hilfeforum)
Exemplarisch am Beispiel des kostenlosen Mailprogrammes Thunderbird 3 und eines Mailkontos bei GMX zeige ich die Einrichtung und Einstellungen in Thunderbird und den erweiterten Einstellungen des Mailschutz-Moduls von Avast 5:
Um in Thunderbird ein neues Mailkonto einzurichten, rufe Datei ---->Neu ---->E-Mail-Konto auf.
Es erscheint ein Dialogfenster, wo ich den Namen (der erscheint in Mails als Absender), die Mailadresse sowie das Passwort eingebe. Ein Klick auf Weiter und es erscheint ein weiteres Dialogfenster.

Alle Angaben zum Einrichten eines Kontos sind schon eingetragen, einschließlich der Wahl einer verschlüsselten Verbindung (gekennzeichnet durch die Ports 995 und 465) zum Senden und Abrufen von Mails.
Ein Klick auf Konto erstellen und das Mailkonto ist vollständig eingerichtet.
Jetzt kommt das Mailschutz-Modul von Avast ins Spiel: Jede abgerufene oder gesendete Mail wird durch das Mailschutz-Modul von Avast überprüft.
Würde ich jetzt Mails abrufen und alle Einstellungen im Mailprogramm so belassen, wie sie sind, erkennt das Mailschutz-Modul, das die Verbindung zum Mailserver über eine verschlüsselte Verbindung erfolgt und es erscheint ein Hinweisfenster:

Wir werden darauf aufmerksam gemacht, das Avast eine verschlüsselte Verbindung erkannt hat und wir die Einstellungen im Mailprogramm in eine unverschlüsselte Verbindung ändern müssen, damit Mails durch das Mailschutz-Modul überprüft werden können.
Avast fungiert hier als eine Art Proxy-Server, über den die Mails gelenkt werden, überprüft werden und anschließend über eine verschlüsselte Verbindung (Avast hat eigene Verschlüsselungsroutinen integriert) an den Mailserver weiter gereicht werden.
Wir rufen jetzt den Dialog zum Ändern der Kontoeinstellungen in Thunderbird auf: Extras ---->Konto-Einstellungen ---->Server-Einstellungen
Im Feld Sicherheit und Authentifizierung ändern wir im Dropdown-Feld unter Verbindungssicherheit den Typ auf Keine.

Jetzt ändert sich die Portzuweisung auf den Port 110, der eigentlich das Abrufen von Mails über eine unverschlüsselte Verbindung kennzeichnet.
Abschließend rufen wir im Dialog zum Ändern der Konto-Einstellungen noch die Option zum Ändern der Einstellung für das Versenden von Mails auf.

Auch hier müssen, damit Avast die Mails überprüfen kann, die Einstellungen unter Verbindungssicherheit auf Keine geändert werden. Hier ändert sich, analog zum vorigen Dialog die Portzuweisung auf den Port 25, der ebenfalls eigentlich eine unverschlüsselte Verbindung kennzeichnet.

Ein Klick auf OK schließt die Arbeiten im Mailprogramm ab.
Die Einstellungen unter SSL-Konten im Mailschutz-Modul von Avast sehen jetzt wie folgt aus:

Wenn wir jetzt über unser Mailkonto Mails Versenden oder Abrufen, überprüft Avast die Mails und reicht sie anschließend über eine verschlüsselte Verbindung an den Mailserver von GMX weiter.
Ein Blick in den sogen. Mailheader (Ansicht ---->Kopfzeilen auf Alle stellen) bspw. einer abgerufenen Mail zeigt uns mit einem Eintrag, das Avast die Mail überprüft hat und sie Malwarefrei ist.
Es hat auf einzelnen Systemen bei einigen Usern Probleme beim Nutzen einer verschlüsselten Verbindung gegeben.
Sollte dies der Fall sein, kann man versuchsweise die automatische Erkennung von Avast deaktivieren und die entsprechenden Ports manuell anpassen.
Sollte dies keinen Erfolg haben, müsste man in diesem Fall (momentan) auf eine verschlüsselte Verbindung verzichten.
Das ist im privaten Bereich meiner Meinung nach nicht weiter tragisch, da der Aufwand, den ein potentieller Angreifer zum Mitschneiden der Verbindung erbringen muß, in Relation zum Nutzen sehr groß ist und sich daher hier für den Angreifer nicht lohnen würde.
Ein Angreifer muß ja genau den Moment abfangen, in dem wir die Verbindung zum Mailserver aufnehmen.
Im privaten Bereich liegt das Augenmerk eines Angreifers meiner Meinung nach eher darauf, Zugriff auf das System des Users durch Einschleusen von Malware zu erlangen und von dort aus zu agieren, um Zugangsdaten zu Mailkonten, Bankdaten etc. zu erlangen.
Professional: Script-Blocker
Das Modul Script-Blockierung überwacht die Ausführung von Scripten im Browser.
Das Modul arbeitet mit dem Internet Explorer, Mozilla und Netscape zusammen; Mozilla Firefox wird lt. dem englischsprachigen Forum nicht unterstützt (mit der Erweiterung NoScript existiert jedoch ein mächtiges Werkzeug mit der selben Funktion).
Unter Windows Vista und Windows 7 ist das Modul nicht notwendig, da hier der Browser standardmäßig in einem sogen. Protected-Mode ausgeführt wird.
Durch die Überwachung des gesamten http-Verkehrs durch das Webschutz-Modul, das auch in der Free Edition enthalten ist, ist auch für Benutzer der Free Edition eine gute Schutzwirkung gewährleistet.
Professional: Virtualisierung
Die Virtualisierungs-Funktion ist eine neue Funktion in avast! Pro antivirus und avast! Internet Security, die es ermöglicht, im Internet zu surfen oder eine andere Anwendung in einer speziell abgesicherten Umgebung auszuführen.
Diese Virtualisierung ist mit einer Sandbox vergleichbar.
Eine Sandbox dient dazu, aus einer relativ sicheren Umgebung heraus, die das System nicht sofort schädigen, z.B. eine Surftour zu unternehmen.
Alle Zugriffe auf den Browser werden dann in die Sandbox umgeleitet, ähnlich einer virtuellen Maschine, und bleiben da auch.
Das ist z.B. dann sinnvoll, wenn eine noch nicht geschlossene Sicherheitslücke bei einem Browser bereits aktiv ausgenutzt wird; man kann dann in dieser sicheren Umgebung den Browser risikolos anwenden, weil sämtliche Aktivitäten des Browsers innerhalb dieser geschlossenen, vom übrigen System vollkommen isolierten Umgebung stattfinden und beim Beenden der Ausführung dauerhaft gelöscht sind.
Auch beim Besuch risikoreicher Websites kann das sinnvoll sein, da der Browser völlig innerhalb dieser sicheren abläuft und keinen Schaden auf dem System anrichten kann.
Die Virtualisierung kann auch zur Ausführung anderer Anwendungen verwendet werden, die verdächtig sein könnten:
Man könnte bspw. eine aus dem Netz heruntergeladene Installationsdatei zunächst innerhalb der Sandbox ausführen, um festzustellen, ob es sicher ist, und sich dabei völlig vor böswilligen Angriffen schützen.
Man sollte diese Funktion jedoch nicht mit einer Funktion verwechseln, die mir das sorglose Drauflos-Surfen nach dem Motto kann ja nichts passieren, bleibt ja alles in der Sandbox ermöglicht.
Das ist nicht Sinn und Zweck dieser Funktion.
Auch für diese Funktion gilt:
Wenn man alle verfügbaren Updates für das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme zeitnah einspielt und ein wenig seinen gesunden Menschenverstand bemüht, kann man auch ohne diese Funktion relativ risikolos surfen.
Bei den von mir skizzierten Anwendungsfällen ist dies Funktion jedoch durchaus hilfreich und sinnvoll und bieten ein klein wenig zusätzlichen Schutz.
Ob man diese zusätzliche Sicherheit braucht/will, muß jeder für sich entscheiden.
Einstellungsmöglichkeiten
Die Steuerungsmöglichkeiten für die Sandbox-Funktion sind über den Punkt Erweiterte Einstellungen zugänglich:

Die einzelnen Optionen sind eigentlioch fast selbst erklärend:
Mit der ersten Option ist gemeint, das die Funktion z.B. erkennt, das der Internet Explorer und Windows Vista oder Windows 7 im Protected Mode ausgeführt wird und, weil es nicht notwendig ist, diesen Prozess von vornherein von der Virtualisierung ausnimmt.
Die nächsten beiden Optionen sind optische Hilfsmittel für den Benutzer.
Über die letzte Option kann man bestimmen, ob sich Anwendungen direkt über das Kontextmenü in der Sandbox ausführen lassen (Virtualisiert ausführen).

Unter Virtualisierte Prozesse lassen sich Anwendungen eintragen, die immer in der Sandbox ausgeführt werden sollen.
Ich bin der Meinung, das Eintragungen hier eher die Ausnahme als die Regel sein sollten; diese Funktion ist kein Freibrief für sorglosen Umgang mit aus dem Netz heruntergeladenen Dateien oder allzu sorglosem Surfen.

Unter Ausnahmen können Anwendungen eingetragen werden, die nie in der Sandbox ausgeführt werden sollen.

Da prinzipiell jede Anwendung, die auf das Internet zugreifen kann, auch in der Sandbox Internetzugang erhält, lässt sich unter Internetzugang genau steuern, welche Anwendungen in der Sandbox Internetzugang erhalten sollen.
Um dies umzusetzen, muß die Option Den Internetzugang für bestimmte virtualisierte Anwendungen erlauben.
Da diese Funktion eher für Testzwecke gedacht ist, sollten hier wirklöich nur Anwendungen wie Webbrowser, Messenger, FTP-Programm etc. eingetragen werden, um die ordnungsgemäße Funktion der Anwendung zu überprüfen.

Unter Bericht lässt sich die Funktion so konfigurieren, das eine Logdatei über jede Aktivität in der Sandbox erstellt werden soll.
Bei malwareverdächtigen Dateien kann das unter Umständen hilfreich sein, um nachvollziehen zu können, was die Datei genau macht.
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